Tarifvertrag zahnarzthelferin österreich

Im Oktober 2000 wurde der erste Tarifvertrag für österreichs IT-Sektor geschlossen, der sich mit Arbeitszeitflexibilisierung (AT0012235N) befasst. Der erste branchenspezifische Tarifvertrag wurde 2002 abgeschlossen. Vor 2002 waren die meisten IT-Unternehmen bereits unter den allgemeinen Handwerkstarifvertrag (Allgemeine Gewerbe) fallen. Die in der letztgenannten Vereinbarung festgelegten Lohnsätze entsprachen jedoch nicht annähernd dem relativ hohen Lohnniveau der IT-Beschäftigten, zumindest vor den Krisen auf dem IT-Arbeitsmarkt im Jahr 2001. Bei der Einkommenssicherung war der allgemeine Handwerkstarifvertrag für die IT-Branche daher fast nutzlos. Deshalb wollte die zuständige Gewerkschaft tarifliche Löhne festlegen, die im Bereich der tatsächlich gezahlten Gehälter lagen. Die Krise von 2001 trug zur Lösung des Problems der Lohnfestsetzung bei. Die tatsächlichen Löhne gingen nach der Krise erheblich zurück, wodurch die Kluft zwischen dem vorgeschlagenen tariflichen Lohnniveau und dem tatsächlichen Lohn geschlossen wurde. Mit Ausnahme von erfahrenen Mitarbeitern mit besonderen Qualifikationen (und solchen mit einem vor 2001 unterzeichneten Arbeitsvertrag) bildet der Tarifvertrag nun eine weithin anerkannte Lohnnorm (siehe: Hermann, Christoph und Jörg Flecker (2006): Computer Service Sector Austria. Dynamo IT Sektorstudie des FORBA Instituts, unveröffentlicht). Die österreichischen Gewerkschaften haben diese Forderungen entschieden zurückgewiesen.

Das Argument der Gewerkschaften ist, dass eine solche Änderung der österreichischen Tarifverhandlungskriterien mittelfristig zu erheblichen Einkommenseinbußen für die Arbeitnehmer führen dürfte. Auch wenn die Gewerkschaften im Allgemeinen leistungsbezogene Boni schätzen, die von einzelnen Unternehmen zusätzlich zu den tariflichen Lohnerhöhungen gezahlt werden, lehnen sie eine Verwässerung des bestehenden Tarifsystems auf Branchenebene strikt ab. Die Gewerkschaften argumentieren, dass jeder Lohn, der mit der Leistung des jeweiligen Unternehmens zusammenhängt, einen einzigen Bonus nur für ein Jahr bedeutet, ohne dauerhafte Auswirkungen auf nachfolgende Verhandlungsrunden. Im Gegensatz dazu wirken sich tarifliche Lohnerhöhungen nachhaltig auf die künftigen Löhne aus, da die Lohnerhöhung des Folgejahres die höheren Verdienste des Vorjahres aufstocken wird. Daher ist ein vorgeschlagener Lohnmechanismus, der nur an die Inflationsrate angepasst würde, aber das Produktivitätswachstum nicht berücksichtigt würde, für die organisierte Arbeit keineswegs akzeptabel. Es werden Tarifverträge zwischen Vertretern des Arbeitgebers und den Arbeitnehmern geschlossen, die in der Lage sind, solche Vereinbarungen zu schließen. Neben dem Mindestlohn regeln sie auch andere wesentliche arbeitsrechtliche Bestimmungen (wie Lohnregelungen, flexible Arbeitszeiten und Beendigung des Arbeitsverhältnisses usw.). Nach Abschluss des Studiums absolvieren die meisten frisch zertifizierten Zahnärzte eine zweijährige Vorbereitungszeit als Zahnarzthelfer in einer privaten Zahnarztpraxis, um die gesetzlichen Voraussetzungen für ihre Zulassung als Vertragszahnarzt der staatlichen Krankenversicherung zu erfüllen. Während dieser Zeit sammeln sie vor allem Berufserfahrung bei der Behandlung von Patienten mit persönlicher Verantwortung. Die Vorbereitungszeit kann auch in Zahnkliniken oder bei öffentlichen Gesundheitsdiensten absolviert werden.